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KAS-Beratung - Öffentlicher Sektor

Öffentlicher Sektor

Der Bereich der öffentlichen und sozialen Infrastruktur ist wie kein zweiter, abhängig von künftigen demographischen und gesellschaftlichen Bedingungen und Entwicklungen. Die quantitative Zunahme des älteren Bevölkerungsteils sowie die zu erwartende Veränderung der Altersstruktur auf Grund einer rückläufigen Geburtenhäufigkeit und steigender Lebenserwartung bedeuten für die Zukunft, dass mit erheblichen Bedarfsveränderungen zu rechnen ist. Gleichzeitig stellt sich die Frage nach der Herkunft künftiger Arbeitskräfte bei einer sinkenden Zahl potenzieller Berufseinsteiger.

Wir beraten öffentliche und gemeinnützige Institutionen u. a. in folgenden Bereichen:

Öffentliche und soziale Infrastruktur

Der hohe Anpassungszwang im infrastrukturellen Bereich wird deutlich, wenn man die vielerorts leer stehenden Gebäude und verödeten Stadtteile betrachtet. Generell wird sich in Folge der demografischen Entwicklung besonders die Nutzung der öffentlichen Infrastruktur qualitativ und quantitativ verändern. Die kommunalen Infrastrukturen haben mit zunehmenden Schwierigkeiten hinsichtlich des wirtschaftlichen Betriebs zu kämpfen.

Kommunale, genossenschaftliche und private Wohnraumversorgung

Es ist zu beobachten, dass einerseits die Bewohnerzahl sinkt, andererseits aber die Anzahl der Haushalte steigt. Demgegenüber existieren aber bereits heute qualitative und strukturelle Defizite im Wohnraumbestand. Erstens besteht noch immer ein hoher Sanierungsbedarf und zweitens ist der Bestand an kleinen Wohnungen (Einpersonenhaushalte) nicht ausreichend. Die notwendigen Anpassungsmaßnahmen müssen daher gleichzeitig zu einer Steigerung der Lebensqualität genutzt werden.

Haushaltspolitik / kommunale Einnahmen

Die Einnahmen der Kommunen bestimmen sich aus der Bevölkerungszahl, dem Niveau der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und der Abgabenquote. Dadurch spiegeln sich demographische Veränderungen deutlich im Umfang der Gesamteinnahmen wider.

Gebühreneinnahmen sind abhängig von der Bevölkerungsstruktur. Zwar lassen sich bei sinkender Nachfrage auch Kosten anpassen. Diese Entwicklung erfolgt aber in Stufen. Dadurch lassen sich phasenweise Ineffizienzen kaum vermeiden. Außerdem müssen Kommunen in vielen Bereichen eine Grundversorgung garantieren und sind dadurch gezwungen, bestimmte Angebote auch bei geringer Nachfrage aufrecht erhalten.

Der Anteil der Kommunen an der Einkommenssteuer ist über die Schlüsselzuweisungen direkt von der Bevölkerungsentwicklung abhängig. Vergegenwärtigt man sich die unterschiedlichen Beiträge der einzelnen Altersgruppen zur Einkommenssteuer, so erkennt man, dass sich im Erwerbsleben befindende Menschen deutlich mehr zum Umfang dieses Steueraufkommens beitragen als Rentner. Der Bevölkerungsrückgang führt also auch dazu, dass immer weniger Menschen Einkommenssteuer zahlen sowie Gebühren entrichten und darüber hinaus die Zuweisungen des Bundes und der EU sinken.

Sozial- / Medizinsektor

Aufgrund der zunehmenden Alterung der Bevölkerung steigt der Bedarf im Bereich medizinischer und pflegerischer Versorgung. Professionelle soziale Dienstleistungen werden aufgrund des abnehmenden Umfanges familiärer Bindungen immer wichtiger.

Um die hierfür notwendigen Arbeitskräfte zu gewinnen, sind steigende Investitionen in Aus- und Weiterbildung dringend notwendig.

Es liegt natürlich auf der Hand, Anzahl und Größe von Schulen und Kindertagesstätten zu reduzieren und gleichzeitig die Kapazitäten der Seniorenwohnheime und ambulanter Hilfsangebote zu erhöhen. Die Kunst besteht jedoch darin, auf die Situation nicht mit Schließungen und Abriss, sondern mit innovativen Ansätzen und Umnutzungen zu reagieren.


 

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